Landtagswahl 2008

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Landtagswahl 2008

Kreis Gießen (-). Die Freien Wähler treten auch im Landkreis Gießen erstmals mit einem Direktkandidaten zur Landtagswahl am 27. Januar 2007 an. Am Donnerstag abend wählten die zum Wahlkreis 19 (Gießen II) gehörenden Mitglieder mit dem 23jährigen Christoph Nachtigall (Rabenau) eine seit Jahren engagierte und beruflich erfolgreiche Nachwuchskraft der Freien Wähler. "Wir bieten wie schon zur Kommunalwahl 2006 ein deutliches Kontrastprogramm zu den etablierten Parteien", machte der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Stefan Becker (Fernwald), deutlich. Dass man über ein großen Pool an engagierten, jungen Mitgliedern verfüge, zeige auch die Wahl des Ersatzbewerbers: Mit dem 31jährigen Diplom-Betriebswirt René Fritz aus Hungen wählten die FW-Mitglieder einen ebenfalls seit Jahren in Hungen, auf FW-Kreisebene und im Kreisverband der Freien Jungwähler engagierten jungen Mann.

In der von Ottmar Lich (Rabenau) geleiteten Wahlkreisversammlung hatte sich Nachtigall den Mitgliedern vogestellt. Bereits seit seinem 16. Lebensjahr ist er selbständig tätig und baute sich neben der erfolgreich absolvierten Berufsausbildung zum Fachinformatiker ein Unternehmen im Bereich IT und Telekommunikation auf, das seit 2007 seinen Sitz in Allendorf/Lumda hat und sich bis heute erfolgreich entwickelt. Bei den Freien Wähler ist Nachtigall seit 2003 aktiv, ist stellvertretender Kreisvorsitzender der Freien Jungwähler und seit 2006 auch Gemeindevertreter in seiner Heimatgemeinde Rabenau. Bei den Freien Wähler machte sich Nachtigall bundesweit einen Namen, als er erfolgreich eine Internet-Plattform und ein technische Bearbeitungssystem für alle Freien-Wähler-Orts-, Kreis- und Landesverbände entwickelte, das bereits in über 50 Fällen im Einsatz ist. Nachtigall, der mit seiner Lebensgefährtin zusammenlebt, engagiert sich in seiner Freizeit außerdem beim Technischen Hilfswerk in Gießen und ist Mitglied in den Gewerbevereinen Rabenau und Allendorf.

Nachtigall und Fritz zeigten sich nach ihrer Wahl optimistisch, dass die erstmalige Kandidatur der Freien Wähler bei einer hessischen Landtagswahl erfolgreich verlaufen und man als neue Fraktion ab 2008 dem hessischen Landtag angehören werde. Die Vorzeichnen dafür seien absolut positiv. Laut Meinungsumfrage von Infratest würden es 59 Prozent aller befragten Hessen begrüßen, wenn die Freien Wähler dem nächsten hessischen Landtag angehören. "Das ist ein großes Potential an Wählerinnen und Wählern, die wir in den kommenden Wochen und Monaten davon überzeugen wollen, dass ,frischer Wind' in den hessischen Landtag gehört", machte FW-Kreisvorsitzender Stefan Becker deutlich. Diesen "frischen Wind" untermauere man mit den jungen Kandidaten. Frei nach dem Motto "Verantwortung übernehmen statt Plakate kleben" möchte Nachtigall beweisen, das junge Politiker nicht nur Sprüche klopfen, sondern auch Verantwortung übernehmen möchten.

In Anspielung auf den gescheiterten Versuch des hessischen Ministerpräsidenten, den Freien Wähler mit Steuergeldern für kommunale Wahlkampfkostenerstattung die besonders von der CDU gefürchtete erstmalige Beteiligung an der Landtagswahl abzukaufen, kündigten die Kandidaten an: "Roland Koch - wir kommen doch!".

Nachtigall strebt mit Unterstützung der mittelhessischen Delegierten bei der entscheidenden Landesmitgliederversammlung am 8. September im nordhessischen Guxhagen eine gute Plazierung auf der Landesliste der Freien Wähler an. Dort werde auch das inhaltliche Programm der FW zur hessischen Politik vorgestellt.

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